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Chronik - 1923 bis 1945Chronik - 1923 bis 1945

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Chronik - 1923 bis 1945

1923Es wurde das 30jährige Stiftungsfest, verbunden mit einer Bezirkstagung des Rotes Kreuzes in Schwanheim in der Turnhalle begangen, die bis auf den letzten Platz gefüllt war. Der damalige Kolonnenarzt Dr. Neumann hielt einen zweistündigen Vortrag. Das gewonnene Geld wurde ausschließlich für Neuanschaffungen von Krankenpflegeartikeln verwendet, und in der Inflation mußte sofort das eingegangene Geld angelegt werden. So konnte der Bevölkerung gedient werden.
1923Außer der Rot-Kreuz-Kolonne in Schwanheim bestand in Schwanheim ein Krankenwagenverein mit 700 Mitgliedern unter der Führung von Dr. Kobelt. Vorher mußte ein Transport mit großen Zeitaufwand mit Bauernfuhrwerken ins Krankenhaus durchgeführt werden. Weitsichtige Männer wie Dr. Kobelt beschafften bespannte Transportwagen für den Krankentransport mit Verdeck. Der Kolonnenführer Neubecker und sein Stellvertreter Karl Halter bahnten eine Verhandlung mit dem Vorstand des Krankenwagenvereins an und führten eine Verschmelzung herbei. Kamerad Halter setzte sich mit ganzer Kraft ein und die Verschmelzung gelang. Die Mitgliederzahl betrug dann in Schwanheim beim Roten Kreuz über 1000.
1923Die Modernisierung von Transportgeräten wurde vorangetrieben. So ersetzte jetzt ein Pferdekrankenwagen mit Verdeck die im Einsatz befindlichen Bauernfuhrwerke und Fahrräder mit befestigten Tragen.
1924Der Kolonnenführer Halter übernahm die Leitung und Heinrich Kreuder die Kassengeschäfte. Es wurde eine Lotterie ins Leben gerufen, wobei sich sämtliche Kolonnen in Deutschland mit Anteilscheinen von 10,- DM eintrugen (2000 Kolonnen). Mit der Hilfskasse in Berlin wurden Verhandlungen bzgl. eines Darlehens für einen motorisierten Krankenwagen aufgenommen.
1928Es wird der erste motorisierte Krankenwagen in Dienst gestellt. Hauptfahrer waren Karl Halter und Karl Gaubatz. In diese Zeit fällt auch der Bau der Staustufe Griesheim und der Krankenwagen war ständig im Einsatz. Ein weiterer Krankenwagen kam hinzu. Somit war der Fuhrpark mit zwei Krankenwagen (Horch und Adler), einem Presto-Personenkraftwagen und einem Mannschaftswagen bestückt. Drei Mitglieder, Trier, Filler und Bimmel, bauten außerdem einen Gerätewagen. Auch wird zu dieser Zeit ein Spielmannszug unterhalten.
1929Von 1929 bis 1938 ist der Hauptfahrer Fritz Trier.
1933Die Kolonne kann auf ein 40jähriges Bestehen zurückblicken. Mit einer großen Übung wurde dies abgeschlossen. Leider kam es hier zu einem Zusammenstoß mit dem Höchster Krankenwagen.
1933Durch die Gleichschaltung wurde die Vereinsfreiheit aufgehoben; es wurde nur noch staatlich gelenkt.
1936Alle Hilfsorganisationen (ASB usw.) wurden dem Roten Kreuz zugeordnet. Mitzugeordnet wurden die Nachbarorte Goldstein und Niederrad. Die Helfer wurden von Karl Meier geführt. An der Spitze der Helferinnen stand Frau Helene Schmidt-Wild, sie löste Frau Thea Martin aus Niederrad ab.
1939Im Krieg sind ganz besonders die Frauen, die als Schwesternhelferinnen in den Lazaretten und auf den Frankfurter Bahnhöfen Dienst tun, gefordert. Die nicht eingezogenen jugendlichen Helfer versorgten in den Unfallhilfestellen im Haupt- und Südbahnhof die ankommenden Verwundeten.
1939Der 2. Weltkrieg brachte auch in der Heimat Verluste und bei Großangriffen strömte alles in die Randgebiete, so auch nach Schwanheim. Die in der Heimat verbliebenen Kameraden hatten alle Hände voll zu tun. Kranke mußten in die Bunker nach Kelsterbach und Goddelau verbracht werden, Wöchnerinnen nach Köppern/Ts. So waren die Helfer oft 26 Stunden im Einsatz. Die jungen Kameraden Grob, Ringelstein, Gustav Zaiss und anderen waren in der Unfallhilfestelle Hauptbahnhof oder im Südbahnhof eingesetzt. Von der Arbeit weg wurden die Helfer zum Ausladen von Lazarettzügen eingesetzt. Dann mußten auch diese Kameraden, zusammen 33, zur Wehrmacht. 15 Kameraden kamen nicht mehr in die Heimat zurück.
1945Bei den Wirren der letzten Kriegstage wurde ein RK-Kamerad in Ausübung seines Dienstes durch einen Kopfschuß getötet, Josef Geiling.

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