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KatS-Nachtübung (2012)KatS-Nachtübung (2012)

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KatS-Nachtübung im März 2012

Auftakt in Gateway Gardens

Am Freitagabend, den 23. März 2012, versammelten sich ehrenamtliche Helferinnen und Helfer von Frankfurter DRK-Bereitschaften, der DRK-Wasserwacht Frankfurt, der Freiwilligen Feuerwehr, der Rettungshundestaffel und der DRK-Bereitschaft Raunheim-Kelsterbach an einem Treffpunkt im neuen Frankfurter Ortsteil Gateway Gardens.

Ihr Ziel war das Training der Zusammenarbeit der Fachdienste - Sanitätsdienst, Betreuungsdienst, Brandschutzdienst, Rettungshunde, Suchdienst - und die Vorbereitung auf Einsätze unter erschwerten Umständen sowie das Beübung der Führungsstufen nach DV100.

Fahrt im Geschlossenen Verband

In einem geschlossenen Verband, auch Kolonnenfahrt oder Kfz-Marsch genannt, fuhren die ca. zwanzig übenden Einsatzfahrzeuge von Gateway Gardens zum Schwanheimer Unterfeld. Dort hatte uns die Firma Bootsbau Speck großzügig ihr Ufergelände zur Verfügung gestellt.

Vorbereitungen in Griesheim

Während die Fahrzeugkolonne mit Blaulicht nach Schwanheim fuhr, setzten Helfer der DRK-Bereitschaft Schwanheim, Wasserwacht Gießen und Wasserwacht Schwanheim ihre Vorbereitungen in Griesheim fort. Mit Unterstützung von Infrasite Griesheim wurde ein Floß ins Wasser gelassen und Rettungsschwimmer der Wasserwacht Nordwest und Wasserwacht Alsfeld bereiteten sich vor.

Vorbereitungen in Schwanheim

Zeitgleich schminkten sich Mitglieder des Mimtrupps vom DRK-Kreisverband Groß-Gerau und weitere Mimen, um sich im Umfeld von Bootsbau Speck zu verstecken. Dazu gehörte auch die Hündin Aica, die eine scheinbar verletzte Pfote hatte.

Die meisten Mimen gehörten der Gruppe Notfalldarstellung aus Groß-Gerau an, einer ehrenamtlichen Gruppe des dortigen Jugendrotkreuzes. Sie spielten ihre Rollen sehr glaubwürdigt und unterstützten damit die Übung auf sehr wertvolle Art und Weise. Die Betroffenen, die ihre Freunde und Angehörigen suchten, wurden von der DRK-Bereitschaft Rödelheim dargestellt.

Das angenommene Ereignis: Eine Gruppe Banker hatte in Sachsenhausen reichlich Apfelwein genossen, als Teamevent ein Floß gebaut und war damit feiernd in Main hinab gefahren. Die Schleuse Griesheim ließ sie passieren, und kurz dahinter kenterte das dicht besetzte Floß, und die 14 Teilnehmer der Party fielen in den Main. Elf Personen wurden abgetrieben und konnten an das südlicher Ufer schwimmen, während sich drei am Floß festhielten. Schließlich ging das Floß auch noch in Flammen auf.

Herausfordernde Aufgaben

In der Dämmerung musste die Wasserwacht zwei Boote zu Wasser lassen und vorsichtig zum Floß flussaufwärts fahren. Dort hatte sie drei Menschen aus dem Wasser zu bergen und nach einer Erstversorgung an Bord schonend nach Schwanheim zu bringen. Im Anschluss daran musste sie das Floß selbst bergen und von Griesheim nach Schwanheim schleppen, damit es dort die Freiwillige Feuerwehr aus dem Wasser holen konnte.

Aufgabe des Betreuungsdienstes war es, in Schwanheim einen Betreuungsplatz einzurichten und darüber hinaus für Strom und vor allem für Licht zu sorgen, nachdem die Dunkelheit hereingebrochen war. Der Techniktrupp des Betreuungszugs löste diese Aufgabe. Anfragen von suchenden Angehörigen nahm ein der Suchdienst auf, die er mit Daten der Verletzten und Einsatzkräfte abglich.

Der Sanitätsdienst errichtete eine arztbesetzte Patientenablage in einem Zelt und richtete einen Halteplatz für die Krankentransport- und Rettungswagen ein. Das Material für die Patientenablage lieferte ein Platzhalterfahrzeug des Bundes für die künftige Medizinische Task Force (MTF). Diese Arzttruppkraftwagen (ArztTrKW) werden durch Gerätewagen Sanität (GW-San) ersetzt werden.

Der Patientenablage wurden die aus dem Wasser geborgenen und die an Land gefundenen 'Verletzten' übergeben, die nach einer Sichtung und weiteren Versorgung mit den Transportfahrzeugen (Rettungs- und Krankentransportwagen) in ein angenommenes Krankenhaus nach Schwanheim gefahren wurden.